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Rückblick City Talk 2026

Am Montag, 23. März 2026 fand im Grand Casino Luzern der 16. City Talk der City Vereinigung Luzern statt. Eröffnet wurde der Anlass durch CVL-Präsident Alfred Landolt, der die Gäste begrüsste und in das Thema des Abends einführte.

Im Zentrum stand ein zentrales Thema: die verstärkte Zusammenarbeit in der Aus- und Weiterbildung gemeinsam mit dem KV Luzern.

Die City Vereinigung Luzern setzt dabei auf ein Drei-Säulen-Prinzip mit den Bereichen Events, CityCard und Weiterbildung. Gerade vor dem Hintergrund eines sich stark wandelnden Detailhandels gewinnt dieser dritte Bereich zunehmend an Bedeutung. Der Wettbewerb – insbesondere durch digitale Anbieter – nimmt weiter zu, während gleichzeitig die Stärke Luzerns unverändert in seiner lebendigen Innenstadt, in attraktiven Begegnungsorten und in einem vielfältigen lokalen Angebot liegt.

Um diese Qualitäten langfristig zu sichern, rücken Themen wie Mitarbeiterbindung, Entwicklungsperspektiven sowie Aus- und Weiterbildung stärker in den Fokus. Sie sind längst kein «Nice-to-have» mehr, sondern ein zentraler Wirtschaftsfaktor.

Im Referat von Dr. Nikolaus Storz, Rektor der KV Luzern Berufsakademie, wurde die Rolle des KV Luzern als umfassender Bildungspartner aufgezeigt. Mit den drei Bereichen Berufsverband, Berufsfachschule und Berufsakademie deckt das KV Luzern das gesamte Spektrum der Bildung für den Detailhandel und die kaufmännischen Berufe ab und versteht sich als Wegbegleiter über die gesamte Karriere hinweg – praxisnah, verlässlich und eng mit der Wirtschaft vernetzt. Rund 3’000 Studierende, über 100 Lehrgänge und mehr als 400 Dozierende aus der Praxis unterstreichen diese Bedeutung.

Michael Erni, Bereichsleiter Verkauf & Firmenkunden der KV Luzern Berufsakademie, vertiefte die Thematik und machte deutlich, dass gute Bildung immer im Zusammenspiel von Mitarbeitenden, Unternehmen und Bildungsinstitutionen entsteht. Wettbewerb allein genügt nicht – Verantwortung bleibt zentral. Gleichzeitig wurde klar: Weiterbildung entwickelt sich zunehmend zu einem strategischen Führungsinstrument und zu einem entscheidenden Faktor für Mitarbeiterbindung und Fachkräftesicherung. Die Mitglieder der City Vereinigung Luzern profitieren neu von besonderen Vergünstigungen bei den Lehrgängen der KV Luzern. Weitere Informationen finden Sie unter folgendem LINK auf der Landingpage.

In der anschliessenden Podiumsdiskussion zum Thema «Erfolgsgeschichte mit Zukunft – das duale Bildungssystem», moderiert von Rico Löhrer (Geschäftsführer pr suisse), diskutierten:

  • Karin Stadelmann, Kantonsrätin Die Mitte und Präsidentin EBKK
  • Guido Rast, Geschäftsleiter Genossenschaft Migros Luzern
  • Jérôme Martinu, Direktor KMU- und Gewerbeverband Kanton Luzern (KGL)
  • Yannick Blättler, CEO & Founder NEOVISO
  • Christian Wipfli, Vorsitzender der Geschäftsleitung KV Luzern

Gemeinsam beleuchteten sie die Zukunft der Berufsbildung. Einigkeit bestand darin, dass das duale Bildungssystem mit seiner Kombination aus Praxis und schulischer Bildung ein zentraler Erfolgsfaktor der Schweiz ist.

Gleichzeitig wurden Herausforderungen klar benannt: Das Image der Berufslehre steht teilweise unter Druck, viele Eltern bevorzugen weiterhin den gymnasialen Weg, und die Bildungslandschaft wird zunehmend komplex wahrgenommen. Umso wichtiger ist es, die Durchlässigkeit des Systems verständlicher zu kommunizieren und die vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten nach einer Lehre sichtbarer zu machen.

Luzern nimmt hier eine starke Position ein: Rund 72 % der Jugendlichen entscheiden sich für eine Berufslehre. Dennoch braucht es zusätzliche Anstrengungen, insbesondere um Branchen wie den Detailhandel stärker sichtbar und attraktiver zu machen.

Ein weiterer Fokus lag auf der jungen Generation. Sie bringt Engagement und Leistungsbereitschaft mit, stellt aber gleichzeitig klare Erwartungen an Flexibilität und Work-Life-Balance. Daraus ergibt sich ein klarer Auftrag an Unternehmen und Institutionen: attraktive Rahmenbedingungen schaffen, Perspektiven bieten und Talente gezielt fördern.

Die zentrale Erkenntnis des Abends: Talente dürfen nicht verloren gehen. Dafür braucht es Investitionen in Entwicklungsmöglichkeiten, sinnstiftende Tätigkeiten und eine enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Bildungsinstitutionen. Oder anders gesagt: Bildung endet nicht mit einem Abschluss – sie ist ein kontinuierlicher Prozess.

Im Anschluss bot sich beim Networking und Apéro riche die Gelegenheit zum persönlichen Austausch. Die ausgezeichnete Bewirtung im Grand Casino Luzern und die angeregte Atmosphäre rundeten einen inhaltlich starken und rundum gelungenen City Talk ab.

>> Bericht im Wirtschaftsportal der Zentralschweiz

 

Rückblick City Talk 2026
Rückblick City Talk 2026

Michael Erni, Afred Landolt, Nikolaus Storz, Christian Wipfli